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Ein eigenes Infoprodukt gestalten – das klingt zunächst verlockend. Etwas Recherche läßt den Entstehungsprozess eines digitalen Infoproduktes allerdings erst mal etwas verwirrend erscheinen. Welches sind die Schritte? Womit fange ich an? Eine bewährte Möglichkeit möchte ich Dir im Folgenden vorstellen.

Die Idee für Dein Infoprodukt

Am Beginn steht für viele eine Idee: Mit meinem Wissen zum Thema… könnte ich doch auch ein Infoprodukt gestalten. Das ist auch aus meiner Sicht ein guter Start.

Was ist Dein Thema? Worin bist Du „Experte“? Was begeistert Dich? Worüber weißt Du so viel, dass Dein Wissen anderen helfen kann, ihre Probleme zu lösen und/oder ihre Ziele zu erreichen?

Eine kleine Marktanalyse

Nachdem Deine Idee geboren ist, schaust Du Dir Deinen potenziellen Markt an. Besteht überhaupt Interesse an der Lösung, die Deine Produktidee mit sich bringt? Paßt Deine Lösung zu den Problemen Deiner Zielgruppe?

Dabei beginnst Du ganz einfach. Stelle Dir folgende drei Fragen und beantworte sie wahrheitsgemäß: Sucht Deine Zielgruppe aktiv nach Lösungen für ihr Problem? Das findest Du am besten heraus, indem Du z.B. nach Foren oder Gruppen suchst, die Dein Thema behandeln.

Wie viele andere Anbieter gibt es, die dieselbe oder eine ähnliche Lösung anbieten? Ein wenig Konkurrenz belebt das Geschäft. Ein Überangebot endet allerdings eher im Preiskampf.

Wie viele Menschen suchen konkret im Internet nach Lösungen? Hier kannst Du den Google AdWords Keyword-Planer nutzen, um herauszufinden, wie viele Suchanfragen es jeden Monat zu Deinem Thema gibt. Je nach Thema und Zielgruppe, wird es ab ca. 800 Anfragen pro Monat langsam spannend.

Infoprodukt

Wer sucht nach „Infoprodukt“?

Die didaktische Analyse

Was nun folgt, ist das klassische Vorgehen zur Lerngestaltung. Dein Infoprodukt soll schließlich Deinem Kunden einen Mehrwert bieten. Also gestaltest Du Dein Lernangebot nach allen Regeln der didaktischen Kunst. An erster Stelle steht dabei Deine Zielgruppe.

Diese musst Du aus Marketinggründen ohnehin kennenlernen. Je besser Du verstehst, wie sie tickt, desto eher wird Dir klar, welchen Lernbedarf sie hat. Als nächstes sammelst Du Deine Inhalte. Alles, was Dir inhaltlich wichtig erscheint, um das Problem Deiner Kunden zu lösen.

Im zweiten Schritt verdichtest Du die Inhalte: Was davon ist wirklich wichtig? Und schließlich: Bestimme für jeden Lernabschnitt die Lernziele. Was genau soll Dein Kunde wissen oder können, nachdem er einen Abschnitt durchgearbeitet hat?

Dein Konzept

Aus den Erkenntnissen der didaktischen Analyse entsteht Dein Konzept. Du kannst jetzt bestimmen, welche Lernmaterialien nötig sind und zu welchen Lernaktivitäten Du Deine Kunden anregen willst. Wie viele Abschnitte soll Dein Infoprodukt haben? Wie sind Deine einzelnen Lerneinheiten aufgebaut?

Schreibe alles auf, erstelle Drehbücher für z.B. Lernvideos, formuliere Aufgaben für Deine Kunden.

Die Produktion

Jetzt beginnt die Umsetzung. Drehe Deine Lernvideos ein, schreibe Deine Skripte, entwerfe Deine Arbeitsblätter. Wie Du Deine Lernmaterialien gestalten kannst, habe ich in einem meiner letzen Blogartikel in Form eines Videos dargestellt: [Hier klicken]

Die Realisierung

Dein Produkt ist fertig. Jetzt muss es konsumierbar werden. D.h., der Interessent muss es kaufen können, der Bezahlprozess muss klappen, die Auslieferung muss funktionieren. Und das alles automatisiert. Was genau Du dafür benötigst? Schau mal in diesen Kurs, da habe ich es ausführlicher erklärt.

Die Beta-Phase

Wichtig ist natürlich, dass Dein Produkt auch funktioniert. Klappt der Bezahl- und Auslieferungsprozess? Versteht der Kunde, was Du ihm beibringen willst? Außerdem benötigst Du Deine ersten Kundenstimmen (Referenzen / Rezensionen / Testimonials) für das Marketing.

Am besten, Du bittest einige Deiner besonderen Kunden, Dein Produkt zu testen. Solltest Du noch keine Kunden haben, frage einige Menschen Deiner Zielgruppe. Sie werden gern bereit sein, Dir Feedback zu geben, wenn für sie der Zugang zu Deinem Produkt frei ist.

Das Marketing

Das Marketing habe ich hier zwar an letzter Stelle aufgeführt – es sollte aber schon viel früher beginnen. Spätestens nach Deiner kleinen Marktanalyse kannst Du beginnen, E-Mail Adressen Deiner Zielgruppe zu sammeln.

Entwerfe einen Freebie, den sie für den Tausch ihrer E-Mail Adresse von Dir bekommen und der ihnen wertvolle Tipps für die Lösung ihres Problems gibt. Das kann ein Text als PDF sein oder ein kurzes Video.

Die größten Verkaufserfolge werden im Internet Marketing nach wie vor über das E-Mail Marketing erzielt – rund 80 Prozent des Umsatzes. Willst Du im Internet erfolgreich sein? Dann betreibe E-Mail Marketing!

Spätestens nachdem Dein Infoprodukt fertig ist, mache Dir Gedanken über die Alleinstellungsmerkmale (U.S.P.) Deines Produktes. Warum ist es so gut? Wie löst es das Problem Deines Kunden?

Bereits viel früher – spätestens auch nach Deiner Marktanalyse – bestimme Deine persönlichen Alleinstellungsmerkmale.

Ja, genau: Du, als Person. Warum soll ich von Dir kaufen? Was macht Dich so besonders? Beide U.S.P. sind wichtig, um Dich von den Mitbewerbern Deines Marktes zu unterscheiden und dein Profil zu schärfen.

Nur dann werden Deine Interessenten auch Geld für Dein Produkt ausgeben – und so zu Deinen Kunden.

Das sind alle wesentlichen Schritte, die Dich zu Deinem eigenen digitalen Infoprodukt bringen. Gehe sie einen nach dem anderen, und Du kannst ein professionelles Infoprodukt gestalten.

Welche Idee willst Du umsetzen – und wann startest Du?

 

Bernd Schnücker

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